SIL-Funktionsprüfung ohne Prozessunterbrechung

Der wiederkehrende Funktionstest für die Füllstandsensoren VEGAPULS und VEGAFLEX Serie 60 erfüllt die Forderungen gemäß SIL. Er kann ohne teure Prozessunterbrechung durchgeführt werden.
SIL-Funktionsprüfung für Geführte Mikrowelle und Radar ohne Ausbau der Sensoren oder Anfahren mit Medium.
Sicherheitsinstrumentierte Systeme (SIS), die im „low demand mode“ (geringe Anforderungsrate) betrieben werden, bedürfen einer regelmäßigen Überprüfung der Funktion. Dabei bestimmen die Sicherheitskennzahlen der Komponenten (Sensor, Logik und Aktor) den Prüfintervall. In der Regel muss zum Nachweis der Funktion in einer solchen Anwendung der Sensor mit Medium angefahren oder ausgebaut werden. Ein Prozess, der bei laufender Produktion meist nicht zu bewältigen ist. Zudem ist diese Art der Prüfung meist sehr kostenintensiv und eine Befüllung bis zum Überfüllsicherungspunkt zum Nachweis der Sensorfunktion birgt zudem Risiken.
Der Funktionstest per Tastendruck bei den Vibrationsgrenzschaltern VEGASWING, VEGAVIB und VEGAWAVE ist bekannt. Durch einfachen Tastendruck am Auswertgerät VEGATOR 636 oder einer kurzen Leitungsunterbrechung wird ein Testzyklus in Gang gesetzt. Der Testumfang genügt sowohl der WHG als auch der Funktionalen Sicherheit (SIL) als wiederkehrende Prüfung und ist bei laufendem Prozess durchführbar.
Doch was ist mit den kontinuierlich messenden Sensoren? Bislang gab es keinen kontinuierlich messenden Füllstandsensor auf dem Markt, der sich ohne Einfluss auf den laufenden Prozess und ohne Referenzmessung umfangreich überprüfen lässt.
Für die Sensoren nach dem Prinzip der Geführten Mikrowelle VEGAFLEX und die Radarsensoren VEGAPULS aus der plics®-Familie steht eine Prüfmethode zur Verfügung, die es erlaubt, einen „Wiederkehrenden Funktionstest“ für SIL-Applikationen durchzuführen, ohne den laufenden Prozess zu beeinflussen. Der Anlagenbetreiber kann so den großen Aufwand bei der Prüfung durch Anfahren mit Medium oder Ausbau der Sensoren auf ein Minimum reduzieren und Produktionsausfälle bzw. Stillstände auf Grund dieser Prüfungen vermeiden.
Der einfach durchzuführende Funktionstest verringert den Prüfaufwand und die -kosten in erheblichem Umfang. Er garantiert eine Fehleraufdeckung von bis zu 92 % bzw. 96 % und besteht im Wesentlichen aus
- einem Neustart des Sensors
- der Simulation von 4 mA und 20 mA
- der Überprüfung der Parametrierung und Echodaten
- einer minimalen, undefinierten Befüllung oder Entleerung
Hier finden Sie eine detaillierte Beschreibung mit dem Vordruck des Prüfprotokolls in Form einer Zusatzanleitung für Radarsensoren VEGAPULS sowie TDR-Sensoren VEGAFLEX .
|
|