Grundwasserabsenkung über Filterbrunnen
Im Braunkohletagebau ist eine kontinuierliche Absenkung des Grundwasserspiegels erforderlich, um den Abbaubereich vor Überflutung und die Böschungswände vor dem Wasserdruck zu schützen. Hierzu werden zahlreiche Filterbrunnen mit Unterwasser-Motorpumpen betrieben. Die leistungsstarken Pumpen sind frequenzumrichtergesteuert und laufen im Dauerbetrieb. Damit wird ein Festsitzen der Pumpenwelle durch „Verockerung“, d. h. aushärtendes Lehm-/Eisengemisch vermieden. Für eine wirksame Absenkung müssen mehrere 100 Millionen m³ pro Jahr verpumpt werden. Zur Regulierung der Pumpenleistung ist eine exakte Füllstandmessung in jedem der bis zu 750 m (2460 ft) tiefen Brunnen erforderlich.
Füllstandmessung im Filterbrunnen mit VEGAWELL 72
Das Absenken der Pumpe und der Druckleitung ist sehr aufwändig und kostenintensiv. Deshalb wird von allen Komponenten höchste Zuverlässigkeit gefordert. Der VEGAWELL 72 erfüllt diese Voraussetzung. Die Keramik-Messzelle ist so robust, dass sie ohne zusätzlichen Schutz frontbündig eingebaut ist. Das umspülende Wasser sorgt für einen Selbstreinigungseffekt, der einer frühzeitigen Verockerung sowie Fehlmessungen vorbeugt.