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Müllverbrennung
Dem Müll richtig einheizen
Aus dem Müllbunker kommt eine definierte Menge Abfall auf den Verbrennungsrost und wird durch den Ofen gefahren. Damit der Abfall vollständig verbrennt, müssen Temperaturen von 1000 °C (1832 °F) erreicht werden. Hierzu werden große Luftmengen eingeblasen. Modernste Messtechnik sorgt für einen automatisierten und wirtschaftlichen Betrieb. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die Steuerung und Überwachung des Verbrennungsofens: Luftmenge und Luftdruck müssen hierzu exakt gemessen werden.
Mengenmessung der Verbrennungsluft mit VEGADIF 35
Die Primärluft wird von unten, die Sekundärluft von oben durch den Verbrennungsrost geblasen. Die Luftmenge wird in dem jeweiligen Versorgungsrohr über eine Venturistrecke gemessen. Das ist eine definierte Einschnürung in dem Rohr, an der ein Druckabfall von wenigen Millibar entsteht. Der VEGADIF 55 mit seiner metallischen Messzelle bietet den passenden Messbereich und misst diesen Druckabfall exakt. Sein Ausgangssignal 4 … 20 mA entspricht der Luftmenge.
Druckmessung der Verbrennungsluft mit VEGABAR 52
Als Kontrolle wird der Luftdruck in den beiden Versorgungsrohren im Bereich von ca. 25 bis 60 mbar (0.36 bis 0.87 psig) mit einem Druckmessumformer VEGABAR 52 gemessen. Zusätzlich wird der Ofen ständig mit leichtem Unterdruck gefahren, damit wird der Lufteintrag für die Verbrennung erleichtert.
Schichtdickenmessung auf dem Verbrennungsrost mit VEGAPULS 68
Für eine gleichmäßige Verbrennung ist eine definierte Schichtdicke von ca. 50 cm (1.6 ft) bis auf den Rost erforderlich. Die Schichtdicke wird hierzu kontinuierlich mit dem Radarsensor VEGAPULS 68 aus einer Entfernung von ca. 20 m (66 ft) gemessen. Dieser Sensor misst auch durch die heißen Verbrennungsgase von ca. 800 °C (1472 °F) und die Flammen auf dem Rost von ca. 1000 °C (1832 °F) hindurch. Die exzellente Bündelung der Antennensignale ermöglicht punktgenaue Messungen und reproduzierbare Steuerung der Beschickung.
Füllstandmessung im Nassentschlacker mit VEGABAR 64 oder VEGAPULS 67
Die noch heiße Schlacke fällt am Ende des Verbrennungsrostes in den wassergefüllten Nassentschlacker. Eine redundante, kontinuierliche Füllstandmessung über zwei Druckmessumformer VEGABAR 64 steuert den automatischen Austrag des Wasser-/Schlacken-Gemischs. Die Keramikmesszelle dieses Druckmessumformers ist hochbeständig gegenüber der abrasiven Schlacke sowie frontbündig und damit vor Ablagerungen geschützt.

Je nach Konsistenz der Schlacke kann es zu extremen Anhaftungen und Ablagerungen kommen. In diesen Fällen wird die Füllstandmessung berührungslos über den Radarsensor VEGAPULS 67 realisiert. Sein leistungsstarkes Messsystem wird auch durch Schaum auf der Oberfläche nicht beeinflusst.


VEGADIF 55 VEGADIF 55
VEGADIF 55Metallische Differenzdruckmesszelle
VEGADIF 55Kleine Messbereiche bis 10 mbar (0.145 psig)
VEGADIF 55Messgenauigkeit 0,075 %
VEGABAR 52 VEGABAR 52
VEGABAR 52Hohe Überlastfestigkeit
VEGABAR 52Besondere Vibrationsfestigkeit
VEGAPULS 68 VEGAPULS 68
VEGAPULS 68Berührungslose Messung bis 70 m (230 ft)
VEGAPULS 68Sichere Funktion auch bei heißen Medien
VEGAPULS 68Wartungsfrei durch Luftspülung der Antenne
VEGABAR 64 VEGABAR 64
VEGABAR 64Frontbündige Keramik-Messzelle CERTEC
VEGABAR 64Abrasiv hochbeständig
VEGAPULS 67 VEGAPULS 67
VEGAPULS 67Berührungslose Messung bis 15 m (49 ft)
VEGAPULS 67Sichere Funktion auch bei Schaum auf der Oberfläche
VEGAPULS 67Wartungsfrei durch gekapseltes Antennensystem