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Radar
Sind die elektromagnetischen Wellen der Radarsensoren gefährlich?
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft sind die elektromagnetischen Wellen der VEGA-Radar-Füllstandsensoren ungefährlich. Die Sensoren arbeiten mit Spitzenleistungen von unter 0,5mW, ein Mobiltelefon mit 1W-2W Sendeleistung!

Was ist der Unterschied zwischen C-Band Radarfüllstandsensoren und K-Band Radarfüllstandsensoren?
C-Band Radarfüllstandsensoren arbeiten in einem Frequenzband von 5-6GHz. Die verwendeten Hornantennen haben einen Durchmesser von 150mm oder größer. K-Band-Radarfüllstandsensoren arbeiten in einem Frequenzband von 25-26GHz. Die verwendeten Hornantennen haben hier einen Durchmesser von 40mm oder größer.

Muss die Sensorantenne in den Behälter hineinragen oder kann sie im Stutzen verbleiben?
Die aktive Fläche der Antennen (Antennenrand) sollte in den Behälter hineinragen und nicht im Stutzen verbleiben. Kann ein Stutzen jedoch nicht gekürzt werden können Antennenverlängerungen oder K-Band-Sensoren benutzt werden.

Was ist die Polarisation eines Radarsensors?
Die Polarisation von Radarfüllstandsensoren gibt an wie sich die Schwingungsebene des elektrischen bzw. magnetischen Feldanteiles der Mikrowelle im Raum verhält.
VEGA Radarsensoren sind linear polarisiert, die Schwingungsebenen liegen somit linear im Raum.
Die Polarisation der VEGA Radarsensoren stellt die Schwingungsebene des elektrischen Feldes dar und ist durch Markierungen am Prozessanschluss gekennzeichnet.

Welchen Einfluss hat die Polarisation der Radarwelle auf das Messergebnis?
Die abgestrahlte Mikrowelle eines Radarsensors besteht aus einem magnetischen und aus einem elektrischen Anteil. Beide Anteile (auch Felder genannt) stehen in einem Winkel von 90° zu einander. Die Reflexionseigenschaften des elektrischen und des magnetischen Feldes sind unterschiedlich. Dadurch kann durch Drehung des Antennensystems des Radarsensors um seine Längsachse eine Verstärkung des Nutzsignals bzw. eine Abschwächung von Störsignalen erzielt werden.

Was ist der Unterschied zwischen dem Puls-Radar-Verfahren und dem FMCW-Radar-Verfahren?
Ein Puls-Radarsensor sendet einen sehr kurzen Impuls aus, der am zu messenden Produkt reflektiert wird und von der Antenne wieder empfangen wird. Die Zeit zwischen dem Aussenden und dem Empfang wird gemessen. Sie ist proportional zu der zurückgelegten Wegstrecke und damit proportional zum Füllstand im Behälter. Ein FMCW-Radarsensor sendet kontinuierlich ein in der Frequenz variiertes Signal aus. Dieses Signal wird ebenfalls am zu messenden Produkt reflektiert und von der Antenne wieder empfangen. Durch die Zeit, die dieses Signal für die Wegstrecke benötigt hat, empfängt der Sensor eine andere Frequenz als die, die er gerade aussendet. Der Unterschied zwischen diesen Frequenzen wird gemessen. Sie ist proportional zu der zurückgelegten Wegstrecke und damit proportional zum Füllstand im Behälter.

Was ist der Unterschied zwischen der berührungslosen Füllstandmessung mit Radar und der berührungslosen Füllstandmessung mit Ultraschall?
Radarwellen (elektromagnetische Wellen) breiten sich ohne Trägermedium aus, also auch im Vakuum! Ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit ist deshalb nahezu unbeeinflusst von Gasen und deren Temperatur oder deren Druck. Das Messergebnis ist damit unabhängig von diesen Prozessfaktoren! Ultraschallwellen benötigen ein Medium zur Ausbreitung, meistens die Umgebungsluft. Abhängig von dem Typ des Gases, dessen Temperatur und dessen Druck variiert die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Ultraschallwelle stark. Das Messergebnis ist damit direkt von diesen Einflussfaktoren abhängig!

Empfehlungen für Ammoniak-Anwendungen
Die besten Erfahrungen für Anwendungen in Ammoniak wurden bisher mit Geräten mit einer Keramik-Grafit-Abdichtung gemacht, da diese diffusionsfest ist. Geräte, in denen Elastomerdichtungen verwendet werden, sind für diese Anwendungen nicht geeignet.