Was ist PROFIBUS-PA? Profibus-PA ist eine Lösung zur Verbindung eines Automatisierungssystems und Feldgeräten. Profibus-PA basiert auf Profibus-DP entsprechend EN 50170. Das Profibus-PA Profil definiert das Verhalten der Feldgeräte und garantiert volle Interoperabilität und Austauschmöglichkeit von Feldgeräten verschiedener Hersteller. Profibus-PA arbeitet entweder mit der eigensicheren Übertragungstechnik (entsprechend IEC 1158-2) oder der allgemeinen Übertragungstechnologie (entsprechend RS485). Profibus-PA erlaubt die Stromversorgung und Datenübertragung über dieselben Zweileiterkabel und kann in explosiven Bereichen mit der eigensicheren Übertragungstechnik entsprechend IEC 1158-2 eingesetzt werden. Eigensichere und nichteigensichere Bussegmente sind durch Segmentkoppler abgetrennt.
Was ist eine GSD Datei? Eine GSD Datei wird zur Identifizierung eines PROFIBUS-DP/PA Gerätes benutzt. (Master oder Slave). Sie beinhaltet Daten, die es ermöglichen, ein herstellerunabhängiges Konfigurationstool zu nutzen. Typische Informationen in einer GSD Datei sind Lieferanteninformationen, Baudrate, Timing, Optionen/Merkmale und verfügbare I/O Signale. Eine GSD Datei muss für alle DP/PA Slaves verfügbar sein.
Was sind Identnummern? Jeder Profibus-DP/PA Gerätetyp muss eine individuelle Identnummer haben. Diese Nummer ist notwendig, damit ein Profibus-DP Master die angeschlossenen Gerätetypen identifizieren kann. Der Master vergleicht die Identnummer jedes angeschlossenen Gerätes mit der Identnummer in der Konfigurations-Datenbank. Benutzerdatenübertragung in der Bedienungsphase ist nur möglich, wenn der richtige Profibus-DP-Slave mit der korrekten Adresse angeschlossen ist. Dies sichert einen hohen Schutz gegen Parametrierfehler.
Kabelspezifikation Der PROFIBUS Standard definiert zwei Arten von Buskabeln, Kabeltyp A und B. Es ist empfehlenswert Kabeltyp A für alle neuen Installationen zu benutzen. Er ist besonders geeignet bei hohen Übertragungsgeschwindigkeiten (>500 kB) und erlaubt die Verdopplung der Netzwerkdistanz im Vergleich zum Typ B. Technische Spezifikation Typ A: Impedanz: 35 bis 165 Ohm bei Frequenzen von 3 bis 20 MHz. Kabelkapazität: < 30 pF pro Meter. Kabeldurchmesser: > 0,34 mm², entsprechend AWG 22. Kabeltyp: verdrilltes Kabel. 1x2 oder 2x2 oder 1x4 Anschluss. Widerstand: < 110 Ohm pro km. Signaldämpfung: max. 9 dB über die Gesamtlänge des Kabelabschnitts. Schirm: CU Schirmgeflecht oder Schirmgeflecht und Schirmfolie Max. Buslänge: 200 m bei 1500 kbit/s, bis zu 1,2 km bei 93,75 kbit/s. Verlängerbar durch Zwischenverstärker
Wie wird der Kabelschirm angeschlossen? Es ist empfehlenswert den Schirm beidseitig an der Schutzerde aufzulegen (niedrige Induktivität). Im Falle von weit verzweigten Installationen mit getrennten Potenzialen sollte der Schirm nur an einer Seite des Buskabels an Schutzerde angeschlossen werden. Vorzugsweise wird der Anschluss zwischen Schirm und Schutzerde über die Metallgehäuse und Schraubverschlüsse des D-SUB Anschlusses hergestellt. Sollte dies nicht möglich sein, kann der Anschluss auch über PIN 1 des D-SUB Anschlusses erfolgen. Beachten Sie in diesen Fällen den Kabelschirm an einer entsprechenden Stelle blank zu lassen und die Schirmung am Erdungsanschluss des Gehäuses vorzunehmen. Das Kabel sollte so kurz wie möglich sein.
Weshalb ist ein Busabschluss notwendig? Der Abschluss eines Buskabels wird durchgeführt, um Signalreflexionen am PROFIBUS-Kabel zu vermeiden. Falsche oder fehlende Abschlüsse der Kabel können zu Übertragungsfehlern führen.
Weitergehende Informationen: www.profibus.de
|