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Zur├╝ck zu unseren Wurzeln

Vor ein paar Jahren besuchte ich eine abgelegene Raffinerie im Nordwesten Indiens, wo wir nach der Trend-Veranstaltung in Deutschland 80-GHz-Radare bei verschiedenen Kunden in Indien einführten. Wir waren über Nacht mit dem Zug angereist und nahmen dann den örtlichen Straßentransport, um den Standort mit unseren Demo-Radaren zu erreichen. Es war ein kalter Morgen, also hielten wir auf halbem Weg an, um eine Tasse Tee von einem Straßenverkäufer zu trinken. Ich war mir kaum bewusst, was ich an diesem kleinen Teeplatz erleben würde. Der Tee wurde uns in traditionellen Tontassen serviert, die als “Kulhad" bezeichnet werden. Diese Kulhads sind biologisch abbaubar, können also nach Gebrauch weggeworfen oder zerbrochen werden und sind somit nicht wiederverwendbar! Sie verleihen dem Getränk ein erdiges Aroma. Während wir mit unseren hochmodernen Instrumenten und technologisch fortschrittlichen Gadgets unterwegs waren, um einen weiteren Kunden dazu zu bringen, unsere Überzeugung zu kaufen, war die Einfachheit eines Kulhads unsere Rettung in der Kälte, und das Wissen, dass etwas, das aus der Erde gemacht ist, nach dem Gebrauch wieder zu ihr zurückkehrt, gab uns während der gesamten Tour Halt.

Die einfachen Dinge, auf die es ankommt

Ich habe das Gefühl, dass Einfachheit, Menschlichkeit, Neugierde und Verbundenheit oft sehr ähnliche Werte sind, die sich in den wichtigsten Erinnerungen wiederfinden, die ich schätze. Bevor ich anfing, für VEGA zu arbeiten, flog ich von Perth, der Hauptstadt Westaustraliens, nach Leinster, einer kleinen Bergbaustadt 1000 km entfernt. Ich arbeitete 8 Tage lang, bevor ich nach Perth zurückflog und 6 Tage frei hatte. Das bedeutete oft, dass ich aufgrund des Arbeitsplans und der Entfernung von zu Hause wichtige Ereignisse verpasste. Als ich zu VEGA kam, begann ich als Gebietsleiter für South Perth und die Goldfields. Dies war der perfekte Ausgleich für mich, da ich in Kalgoorlie, der größten Stadt in den Goldfields-Regionen, aufgewachsen bin. Das hat mir geholfen, meine Nichten und Neffen aufwachsen zu sehen, wobei ich oft über ihre Neugierde zu lernen und zu erforschen erstaunt bin, und es hat mir ermöglicht, mit mehr Familie und Freunden in Kontakt zu kommen.  Die Einfachheit, Zeit mit meinem Patenkind und anderen geliebten Menschen zu verbringen, erinnert mich daran, wie wichtig es ist, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben zu haben. Ich werde immer wieder daran erinnert, dass die Werte, die ich im Leben so wichtig finde, auch von VEGA geteilt werden. Diese Werte machten meinen Brüdern die Entscheidung leicht, ebenfalls eine Stelle bei VEGA anzunehmen.

Einfachheit.

Bevor ich zur VEGA kam, arbeitete ich bei einem Großunternehmen mit vielen Hierarchiestufen und einer sehr komplexen Organisationsstruktur. Es dauerte oft Jahre, bis eine neue Idee von allen abgenickt und endlich umgesetzt wurde – wirklich neu war die Idee dann allerdings nicht mehr. Bei VEGA erlebte ich von Beginn an, dass das auch einfacher und schneller geht: Durch die flache Organisationsstruktur wird mit der Realisierung guter Ideen oft schon innerhalb weniger Tage begonnen. Das macht auch Sinn, denn in der heutigen zunehmend digitalisierten Welt kommen Veränderung häufiger und radikaler auf uns zu, als das früher der Fall war.  Ich hoffe, dass die VEGA auch mit mehr als 2000 Mitarbeitern die einfachen kurzen Entscheidungswege beibehält, damit wir auch in der Zukunft zu den weltweit führenden Messtechnikherstellern gehören.

A VEGA KISS

In Bezug auf Einfachheit, Menschlichkeit, Neugier und Konnektivität werden Erinnerungen wach, als die Bahamas Electric Company vor etwa sechs Jahren Kontakt mit mir aufnahm und mich bat, eine Lösung zu finden, um die Stromversorgung auf San Salvador, einer der äußersten Inseln der Bahamas-Inselkette, aufrechtzuerhalten. Damals ging dem Kraftwerk der Diesel aus, und das Stromnetz musste für 48 bis 56 Stunden (Fahrzeit des Lastkahns zwischen Nassau und San Salvador) abgeschaltet werden, weil jemand Diesel gestohlen oder illegal abgezapft hatte. Der Schlüssel zu dieser Geschichte ist ein Menschheitsproblem, das von VEGA mit einer einfachen Lösung der Konnektivität gelöst wurde. Wir haben lediglich einen VEGAPULS 62 und VEGASCAN 693 verwendet, um automatisch eine E-Mail an die örtliche Polizei zu senden, wenn ein unerlaubter Verlust von Treibstoff festgestellt wurde.

HYGGE in Arbeit und Leben

Wenn ich "Einfachheit" sehe, kommt mir spontan eine Buchreihe in den Sinn, die ich gelesen habe: HYGGE. Menschen suchen immer nach Glück und Erfüllung, sowohl im Privatleben als auch am Arbeitsplatz. HYGGE, ein aus den nordischen Ländern stammender Lebensstil, hat mir gezeigt, wie man sich auf das Wesentliche im Leben konzentrieren kann, und zwar auf eine vereinfachte, aber qualitativ hochwertige und ausgewogene Art und Weise: Essen und Kleidung, Wohnung und Urlaub, Familie und Freunde. Ich war immer der Meinung, dass Ausgewogenheit, egal ob hier oder dort, jetzt oder dann, die beste Lösung für alle sein sollte, während Einfachheit ein angenehmer und effektiver Weg sein kann, um das Gleichgewicht zu erreichen, das man gerne hätte. Als neuer VEGA-Mitarbeiter war ich zunächst von der Kultur und den Werten angezogen, die VEGA pflegt, sowie von der einfachen Büroeinrichtung. Jetzt kann ich auch in der Realität sehen, wie "Einfachheit, aber auf das Wesentliche konzentriert" von den Teams in der täglichen Arbeit und auf die langfristige Mission angewendet wird. Ich bin wirklich froh, dass sich Arbeit und Leben auf diese Weise vereinbaren lassen, was meiner Meinung nach ein nachhaltiger Weg ist.

Recycling

Ich habe das Glück, dass ich den VEGA-Hauptsitz im Schwarzwald schon oft besuchen konnte. Wenn wir aus den USA kommen, planen wir normalerweise einen zusätzlichen Tag ein, um uns vom Jetlag zu erholen, bevor wir ins Büro fahren. Während einer Reise genoss ich es, an diesem zusätzlichen Tag in der Nähe von Wolfach zu wandern.  Auf dem Rückweg in die Stadt kam ich einen Hügel hinunter, als mir ein älterer Herr auffiel, der sorgfältig sein Recycling sortierte.  Er sah mich nicht, da ich mich auf dem Hügel über ihm befand und er sehr konzentriert mit dem Sortieren beschäftigt war.  Als ich genauer hinsah, erkannte ich, dass es sich um Jürgen Grieshaber handelte, der sein Recycling sortierte. Diese einfache Handlung zeigte mir, dass wir bescheidene Führungskräfte haben, die unser Unternehmen leiten. Die Unternehmenskultur von VEGA spiegelt dies wider, und sie kommt von den Spitzenleuten, die sie leben. Das Wort Simplicity (Einfachheit) fasst dies perfekt zusammen. Wenn mich jemand fragt, wie mir die Arbeit bei VEGA gefällt: 
Ich greife auf diese Erfahrung zurück, um die Art von Unternehmen zu vermitteln, das wir sind. Sie kann auch als Motivation dienen, wenn ich etwas tun muss, was ich nicht tun möchte (entweder zu Hause oder bei der Arbeit).  Ich sage mir: "Wenn Jürgen Grieshaber sein eigenes Recycling sortieren kann, dann kann ich das wohl auch ...".

Einfach weltweit unterwegs

In den letzten 15 Jahren war ich immer wieder auf größeren Reisen im fernen Ausland wie z.B. Neuseeland, Südafrika, Indonesien und USA unterwegs. Aufgrund meiner Zeit im International Sales und im Marketing habe ich viele Kontakte zu den Kolleginnen und Kollegen der VEGA-Töchter und -Vertretungen. Im Vorfeld war es immer einfach, mit den Kollegen vor Ort ins Gespräch zu kommen und Tipps für die bevorstehende Reise zu bekommen. Außerdem ist die Gastfreundschaft der Kollegen auch immer groß gewesen. In Neuseeland haben wir mit unserem Camper-Van vor der Haustür des neuseeländischen Kollegen Roger schlafen dürfen. Er hat uns die Haustüre offengelassen, so konnten wir Bad und Toilette bequem nutzen, alles ganz easy ­čśë. In Südafrika durften wir im Haus des damaligen Geschäftsführers John Groom und seiner Frau Chantal übernachten. Die ganze Familie hat sich rührend um uns gekümmert und ist mit uns z. B. extra zum Souvenir-Shopping gefahren. In USA hat uns kurzerhand der langjährige Kollege Jeff Brand in der Souterrain-Wohnung seiner studierenden Tochter untergebracht. Wir wurden von seiner Ehefrau abends bekocht, und am nächsten Tag hat er uns durch das Gebäude von VEGA Americas in Cincinnati geführt. Jede Reise war ein Erlebnis für sich, und in fast jedem Land der Erde kann man einfach auf die Hilfe und Gastfreundschaft der Kollegen zählen.

Die Einfachheit des PLICS-Konzeptes

Als 2003 von Herrn Kech das PLICS-Konzept allen VEGA- Mitarbeitern vorgestellt wurde, dachte ich: "Das ist mal ein tolles, einfaches und praktikables Konzept für den Kunden", welches die Mitbewerber noch nicht haben und uns, zum damaligen Zeitpunkt, ein Alleinstellungsmerkmal sicherte. Es ist auf heutigen Industrie-Messen immer noch ersichtlich, dass nur VEGA im Endeffekt zwei Gehäusearten (Ein- und Zweikammer, die Materialart mal außen vor) hat und die Messtechnik darunter einfach adaptiert werden kann. Eben der damalige Slogan: „Einer für alles“. Das Konzept hat mich bis heute vollkommen überzeugt und ich hoffe, dieses wird auch weiterhin verfolgt, denn es ist immer noch ein Alleinstellungsmerkmal! Komme ich während eines Messebesuches auf den Messestand eines Mitbewerbers, werden wir heute noch um dieses PLICS-Konzept beneidet!

Vertrieb kann so einfach sein

Es ist wohl schon über 20 Jahre her, als ich in meiner Tätigkeit im Außendienst eine Kläranlage besuchte. Hier brauchte man für einen Behälter eine Füllstandmessung. Kapazitiv funktioniert immer und ist einfach, hatte ich während meiner Einarbeitung gelernt, und so habe ich dem Kunden eine kapazitive Stabmesssonde empfohlen. Der Kunde war aber etwas skeptisch, und so bot ich ihm einen Probesensor an, um ihn von der Funktion zu überzeugen. Gesagt, getan, der Sensor wurde geliefert und montiert. Ungefähr 3 Wochen später habe ich beim Kunden angerufen und mich nach der Funktion erkundigt. Die Messung funktioniert einwandfrei und soll gekauft werden, bekam ich zu hören. Als ich ein paar Tage später den Kunden besuchte, um mir die Messung anzuschauen, war die Überraschung groß. Der Sensor war gar nicht angeschlossen, es fehlte jegliches Kabel. Kurz und gut, der Kunde hat den Sensor trotzdem gekauft. Das war wohl der erste Wireless Sensor von VEGA. Vertrieb kann manchmal so einfach sein.

Eine einfache Idee, die viel M├╝he erspart

Wir vom Service nennen es salopp "USB-Netzteil". Das war eine einfache DIY-Lösung, die ein großes Problem gelöst hat, das wir oft hatten. Im Jahr 2009, zum 50-jährigen Jubiläum, brachte VEGA die plicsplus-Serie für den VEGAPuls 60 auf den Markt. Ein einzigartiges Merkmal war die Fähigkeit, mit einer niedrigen Spannung betrieben zu werden. Dieses Geschenk eines Servicetechnikers von VEGA Netherland ermöglichte es, unser Gerät über den USB-Anschluss eines Laptops zu betreiben. Das hat mir einmal sehr geholfen. Während einer Servicereise, sagen wir mal in eine technisch nicht so versierte Region, weit weg von zu Hause, hat unser Kunde missverstanden, dass meine Aufgabe nicht nur darin bestand, unsere Sensoren in Betrieb zu nehmen, sondern auch, die Kabel zu ziehen. Normalerweise hätten wir vor Ort bedauert, weiterfahren zu müssen, was sowohl mir als auch dem Kunden Unannehmlichkeiten bereitet hätte. Aber dank meiner kleinen Gabe konnte ich meine Arbeit ohne große Schwierigkeiten beenden. Der Kunde war beeindruckt, wie ein Laptop eine äußerst kritische Messung durchführte, und ich werde nie vergessen, wie ein so einfaches Gerät mir viel Zeit erspart hat. Einige Wochen später, als ich wieder zu Hause war, zog der Kunde das Kabel, und der Sensor funktionierte wie erwartet.