In modernen Produktionsprozessen entscheidet die präzise Füllstandsmessung über Effizienz, Kostenkontrolle und Prozesssicherheit. So sind auch in der Getränkeindustrie, wo große Mengen flüssiger Rohstoffe verarbeitet werden, zuverlässige Messverfahren essenziell. Wer hier auf veraltete, manuelle Verfahren setzt, riskiert nicht nur Fehlmengen und Überfüllungen, sondern auch erhebliche Zeitverluste.
Dem Unternehmen Döhler, einem internationalen Hersteller von Halbfertigprodukten für die Getränkeindustrie, gelang der Umstieg auf moderne Füllstandsmesstechnik eindrucksvoll. Mit der Einführung von Radar-Füllstandssensoren aus der VEGA-BASIC-Serie konnte das Unternehmen seine Produktionsprozesse nachhaltig optimieren – ein Paradebeispiel für Digitalisierung und Automatisierung in der Prozessindustrie.
Am Standort Oosterhout in den Niederlanden betreibt Döhler eine große Rohstofflagerung mit 105 Tanks für Flüssigkeiten, die viele bekannte Getränkemarken – vom Supermarkt bis zur Gastronomie – als Grundlage für ihre eigenen Rezepturen nutzen. Diese reichen von 50 bis 1.000 Kubikmeter Fassungsvermögen und beherbergen Fruchtkonzentrate, „Not from Concentrate“ (NFC) und andere flüssige Rohstoffe.
Bis vor Kurzem wurden die Tankfüllstände manuell gemessen. Dazu nutzten die Mitarbeiter einen einzigen tragbaren VEGA-Radarsensor, der auf der Tanköffnung platziert wurde. Die Messwerte mussten anschließend manuell in Excel übertragen und in Volumen umgerechnet werden. Dieses Verfahren hatte gleich mehrere Nachteile:
Projektingenieur Niels van den Hooven bringt es auf den Punkt: „Manchmal dachten wir, 25 Tonnen seien im Tank, tatsächlich waren es nur 20. Dann mussten wir schnell reagieren. Umgekehrt kam es auch vor, dass Tanks überfüllt wurden, weil mehr Material drin war als geschätzt. Das passiert, wenn der Überblick über die Bestände fehlt.“
Auf der Suche nach einer zuverlässigen und effizienten Füllstandüberwachung wandte sich Döhler an den Messtechnik-Spezialisten VEGA. Dank früherer positiver Erfahrungen mit einem tragbaren VEGA-Sensor entschied man sich für eine dauerhafte Installation stationärer Radar-Füllstandsensoren. VEGA-Kundenbetreuer Lode Simons arbeitete eng mit Döhler zusammen, um die passenden Sensoren für eine kundenspezifische Lösung zu finden: „Zuerst klären wir, was der Kunde genau braucht. Welche Flüssigkeiten sind im Spiel? Gibt es Rührwerke oder andere Störfaktoren? Wie hoch ist die Viskosität? Entsteht Schaum? Dann stellen wir sicher, dass das Radar die Füllstände präzise misst und die Daten zuverlässig in Volumen umgerechnet werden können.“
Zum Einsatz kommen zwei Modelle aus der VEGAPULS-BASIC-Serie:
Diese beiden Sensoren aus der VEGA-BASIC-Serie sind im Gegensatz zum High-End-Sensor VEGAPULS 6X für weniger komplexe Anwendungen gedacht, bieten aber dennoch die gleiche Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Da es bei Döhler keine Schaumbildung gibt, die Flüssigkeitsoberfläche stabil ist und die Rührwerke an den Tankseiten sitzen, herrschen perfekte Bedingungen für die VEGAPULS-BASIC-Serie.
Die VEGA-BASIC-Serie ist speziell für Anwendungen unter moderaten Prozessbedingungen wie bei Döhler entwickelt worden. Die VEGAPULS-Radarsensoren liefern hochpräzise Messungen und kombinieren die Vorteile modernster Radartechnologie mit einer kosteneffizienten und robusten Bauweise, wodurch sie praktisch wartungsfrei sind. Damit eignen sie sich neben weiteren Branchen besonders für Standardprozesse in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, wo verlässliche Füllstandssensoren gefragt sind, ohne dass die Investitionskosten explodieren.
Besonderheiten der Serie:
Die Installation der ersten 15 Sensoren verlief reibungslos – innerhalb von nur drei Tagen waren die Systeme betriebsbereit. Die größte Herausforderung bestand in der Verkabelung, da viele Schalttafeln in Bodennähe installiert sind und lange Kabel bis zum Tankdeckel verlegt werden mussten. Mit Unterstützung von VEGA-Experten zur Kalibrierung der Sensoren und externen Auftragnehmern für Schweißarbeiten und Verkabelung konnten die Anlagen jedoch schnell und zuverlässig integriert werden.
Besonders vorteilhaft:
So verfügt Döhler heute über ein durchgängiges Monitoring-System, das sowohl Produktionsplanung als auch Logistik erheblich vereinfacht.
Die Umstellung auf die VEGAPULS-BASIC-Serie brachte Döhler eine Vielzahl an Vorteilen, um heutige Produktionsstandards sicherzustellen:
Die Einführung von stationären Radar-Füllstandsensoren bei Döhler verdeutlicht, wie stark moderne Füllstandsmesstechnik Produktionsprozesse bezüglich deren vollständiger Digitalisierung beeinflussen kann. Mit der VEGAPULS-BASIC-Serie hat das Unternehmen nicht nur den manuellen Messaufwand eliminiert und die Betriebskosten reduziert, sondern auch die Prozesssicherheit, Ressourcenplanung, Effizienz und Transparenz auf ein neues Niveau gehoben.
In einer Zeit, in der Digitalisierung und Automatisierung die Wettbewerbsfähigkeit bestimmen, zeigt das Beispiel Döhler: Füllstandmessung mit Radarsensoren ist kein optionales Add-on, sondern ein zentraler Baustein moderner Prozessindustrie.
Gerade für Unternehmen der Getränkeindustrie, die von schwankender Rohstoffverfügbarkeit, hohen Qualitätsanforderungen und engen Zeitfenstern geprägt ist, und über weitere Branchen hinaus gilt:
Wer heute in intelligente Sensorik investiert, schafft die Basis für nachhaltigen Erfolg in der Produktion von morgen.