„Die Arbeit hat sich gelohnt.“ Zufrieden blicken Fertigungsleiter Edgar Schillinger und Geschäftsführerin Isabel Grieshaber auf den breiten, gläsernen Eingangsbereich des momentan jüngsten VEGA-Gebäudes weltweit. Seit diesem November steht es im indischen Pune. In seiner Gestaltung trägt der Neubau für das Tochterunternehmen in der westindischen Industriemetropole unverkennbar die solide, zeitgemäße Handschrift deutscher Architekten. Und deren eng geplanter Zeitrahmen für das Bauprojekt ließ sich - nicht zuletzt dank der tatkräftigen Unterstützung aus Deutschland - vollständig realisieren. „Gerade in der Endphase der Bauarbeiten war es wichtig, dass ich regelmäßig vor Ort war. So konnte ein Produktions- und Bürogebäude entstehen, das dem in Schiltach gleicht,“ erklärt Schillinger.  

Voll im Plan 
Es heißt, die Uhren ticken anders in Indien. Zur feierlichen „Inauguration Ceremony“ präsentierte sich das Gebäude in der 181 Village-Phulgon punktgenau nach nur gut 12 Monaten intensiver Bauphase bis in den hintersten Winkel glänzend und in Schale geworfen. Möbel, Arbeitsplätze und Wanddekorationen sind deutsche Entwürfe; umrahmt wurden diese zur feierlichen Einweihung von üppigen Blumenteppichen, -girlanden, Baldachinen und besonderer Festkleidung der Teilnehmer. Von überall her leuchteten die allgegenwärtigen Farben gelb, orange und rot. Etwa 100 geladene Gäste, darunter die Geschäftsführung und zahlreiche Manager vom VEGA-Stammsitz in Schiltach, namhafte Vertreter regionaler Behörden und der Politik, viele Kunden sowie neue und altbekannte indische Kollegen gratulierten während eines ausgiebigen Festaktes. 

Für Asien, aus Asien
Längst lockt Indien Investoren nicht mehr nur als die - am zweitstärksten - wachsende Volkswirtschaft Asiens, sondern ist zum bedeutenden Käufermarkt herangereift. VEGA setzt bei Produktion und Montage auf die Messtechnik, die auf dem lokalen Markt gefragt ist. Das Thema Sicherheit und Zuverlässigkeit gewinnt an Boden und so haben neben den 80 GHz-Radarsensoren VEGAPULS, auch die Geführten Radarsensoren VEGAFLEX Priorität. Die Niederlassung wird maßgeschneiderte Lösungen für Indiens Industrien und gleichzeitig ein strategisches Unternehmensziel in die Realität umsetzen. Innovative Lösungen: Für Asien, aus Asien. „Wir möchten den Bedürfnissen der Region bestmöglich gerecht werden. Auch um unsere eigene Zukunft zu sichern,“ betont Geschäftsführerin Isabel Grieshaber während ihrer offiziellen Begrüßungsrede. Nicht zuletzt ist Pune neben der Automobilindustrie auch Zentrum für Öl, Gas und Stahl, mitsamt deren typischen, hohen Sicherheitsanforderungen durch die gesamte Wertschöpfungskette hindurch. 

Wachsen, aber mit Augenmaß 
Wachstum mit Augenmaß, das zeigt sich Geschäftsführerin Isabel Grieshaber überzeugt, verfolge VEGA unter zwei wichtigen Gesichtspunkten: „Wir möchten unsere Kunden vor Ort besser verstehen. Mit unserem neuen Standort können wir zuhören und gleichzeitig unsere Werte vermitteln. Qualität und Zuverlässigkeit sind Ziele, die für VEGA gelten, ganz gleich, wo auf der Welt wir uns befinden.“ Daneben stehe auch das Baukonzept für Augenmaß und Sinn für Nachhaltigkeit. VEGA India, das soll weder kleckern noch klotzen, sondern maßvoll sein. Dem Gebäude wohnt demnach Wachstumspotenzial inne. So lässt sich jeder Bereich, sei es Fertigung, Administration oder Vertrieb, um die gleiche Anzahl an Arbeitsplätzen erweitern. Potenzial und notwendiger Freiraum, um die Dynamik der Gegenwart in der Zukunft fortzusetzen, wäre also reichlich vorhanden.