VEGA Grieshaber KG bringt das erste Radarfüllstandmessgerät für Flüssigkeiten auf den Markt, das mit der hohen Frequenz von 80 GHz arbeitet. Der neue VEGAPULS 64 mit seinen kleinen Antennensystemen ist ideal für den Einsatz in Behältern mit kleinen Prozessanschlüssen, wie sie in der Pharma- und Biotechbranche verwendet werden. Der neue Sensor ist jedoch auch wegen seiner hygienegerechten Werkstoffe und seinem Design besonders für den Einsatz in diesen Industrien geeignet.

Die Fokussierung eines Radarmessgerätes hängt von der Sendefrequenz und der wirksamen Antennenfläche ab. Durch eine um den Faktor 3 höhere Sendefrequenz (bisher waren 26 GHz üblich) können die Antennengrößen um denselben Faktor kleiner sein und erzielen trotzdem eine ähnliche Signalfokussierung. Dadurch sind wesentlich kleinere Prozessanschlüsse mit einer Antennengröße von nur ¾" möglich – ein erheblicher Vorteil, vor allem für den Einsatz in kleinen Behältern.

Gleichzeitig konnten die Störsignale im Nahbereich deutlich reduziert werden. Das ist für diese Branche entscheidend, da die Blockdistanz bei Radarmessgeräten bislang in kleinen Behältern zu groß war. Nun kann mit einer deutlich höheren Messgenauigkeit bis zum Prozessanschluss und selbst bis zum Behälterboden gemessen werden.

Weiterer Pluspunkt für die stark regulierte Branche: Da bestehende Prozessanschlüsse verwendet werden können, lässt sich der neue Sensor einfach auf dem vorhandenen Anschluss installieren. Zur Markteinführung stehen aseptische Prozessanschlüsse zur Verfügung, bei denen nur PTFE als medienberührender Werkstoff dient. Diese Prozessanschlüsse erfüllen die Anforderungen nach 3A, FDA und EHEDG. Da die Radarsignale Schaugläser oder Glasbehälter durchdringen, kann der Sensor teilweise sogar außerhalb des Behälters montiert werden, auch dies ist mit der höheren Sendefrequenz deutlich einfacher geworden – eine Lösung, die gerade für den Pharma- und Lebensmittelbereich sehr interessant ist.