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Interview: Holger Staiger

Holger Staiger, Entwicklung

Wie lange arbeitest Du schon in der VEGA?
Ich habe im September 2000 bei VEGA als Entwickler angefangen. Das Unternehmen kannte ich bereits, da ich beide Praxissemester und meine Diplomarbeit bei VEGA absolviert habe.

Was war damals Dein Arbeitsbereich?
Ich war im Bereich Kommunikation mit Schwerpunkt Anzeige und Bedienung tätig. Nicht beim Generieren des Messwerts selbst, sondern diesen irgendwo anzeigen und weiterreichen.


Dann hast Du im Prinzip das Anzeige- und Bedienmodul PLICSCOM von Anfang an begleitet?
Richtig, das war mein erstes Projekt. Das PLICSCOM gab’s damals noch nicht.
Aber als man die plics®-Plattform 2002 einführte, wollte man auch ein Anzeige- und Bedienmodul haben, welches übergreifend für alle Geräte einsetzbar ist und nicht nur für einen Teil davon.

 

Wann kam die Idee für ein PLICSCOM mit Bluetooth?
Diese Idee entstand vor etwa 2 1/2 Jahren. Es ging relativ schnell bis wir auf dem Markt waren. Man hatte damals sofort erkannt, dass man unsere Geräte damit viel leichter bedienen kann und wir uns damit klar vom Mitbewerber absetzen können.  
Plötzlich muss man nicht mehr auf einen 20 m hohen Tank klettern. Man muss nicht mehr über den Fluss, eine Leiter oder einen Steg, sondern kann aus sicherer Entfernung das Messgerät bedienen.

Und vom Wettbewerb hatte das noch niemand oder?
Doch das gab es vorher schon, allerdings waren das nie Zweileiter-Geräte. Das war wirklich neu. 
Ich kenne Geräte von Mitbewerbern, die schon Bluetooth hatten, allerdings sind es dann Vierleiter-Geräte, wo Energie keine Rolle spielt.

Ist es Zufall oder gewollt, dass das neue PLICSCOM Bluetooth genau zeitgleich mit dem neuen VEGAPULS 64 entwickelt wurde?
Am Anfang als die Idee geboren wurde, war es nicht so, dass beide zusammen gesehen wurden.
Der VEGAPULS 64 war eine längere Entwicklung, die deutlich mehr Know-how einforderte. Die Idee vom PLICSCOM mit Bluetooth ist später durch die Entwicklungsleitung entstanden. Dann musste es sehr schnell gehen. (Augenzwinkern)

Dafür hat die Idee richtig eingeschlagen. Ich weiß, dass am Anfang das Thema Sicherheit noch diskutiert wurde, und dass unsere Branche eher zurückhaltend ist, aber eigentlich war das komplette Gegenteil der Fall?
Ich habe im Laufe der Zeit dies und jenes gehört. Es ist immer eine Frage, wie jemand damit umgehen will. Wenn man im privaten Bereich schaut, nutzt jeder Bluetooth. Da denkt kaum einer über das Thema Sicherheit nach. Auf der anderen Seite sind manche Industriebereiche zurückhaltender und werden es wohl Jahre nicht einsetzen. Der größere Anteil wird aber den Vorteil erkennen, dass man nicht mehr zum Messgerät hin muss. Und sie werden es nutzen. Wir rechnen schon damit, dass wir in Zukunft hauptsächlich Geräte mit Bluetooth verkaufen werden.


Diese Zusatzfunktion im PLICSCOM ist ja nicht wirklich viel teurer?

Nein, das macht wenig aus. Und wenn man sich den Gesamtpreis eines Radarsensors anschaut, ist das sowieso nur ein kleiner Teil. Ich denke, viele werden die Bluetooth-Funktion deshalb gleich mitnehmen. 

Das PLICSCOM mit Bluetooth kann nicht nur beim VEGAPULS 64, sondern bei allen Geräten eingesetzt werden, stimmt das?
Es ist über die plics®-Sensoren hinweg völlig egal, ob es ein VEGAPULS 69 ist oder ein VEGABAR 82 oder ein älterer Sensor ist. Das ist gar keine Frage.


Wie weit zurück geht das? Kann ich ältere Sensoren mit dem neuen PLICSCOM Bluetooth bedienen?

Das geht bis 2002 zurück. Also auch ein VEGASON 63, den wir 2003 verkauft haben, kann man mit dem PLICSCOM ausstatten und das funktioniert.

Einfach nur austauschen?
Ja, altes PLICSCOM raus, neues rein. Die Bedienung funktioniert über das Display, wie gewohnt, und im Endeffekt kann man dann über Bluetooth auf das Gerät zugreifen – mit dem DTM oder eben auch mit der App.


Wie wichtig sind technische Errungenschaften, wie Smartphone und Tablet, für Dich?

Na ja, als Ingenieur geht es nicht ohne. Es wäre komisch, wenn man als Ingenieur sagen würde, braucht kein Mensch. Beides ist für mich unverzichtbar geworden, im täglichen Beruf, wie auch im privaten Bereich. Da gibt es Dinge, die einem vieles erleichtern und einfacher machen und genau darauf soll es abzielen.


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